ASV Merdingen : PSV Freiburg 3:3 (1:3)

Nach dem Torfestival im letzten Heimspiel gegen Ebringen (5:5), wurde den Zuschauern auch im Spiel gegen den PSV ein Spektakel geboten.
Der PSV scheint nicht zu den Lieblingsgegnern unseres ASV zu gehören, denn aus den letzten zehn Pflichtspielen, konnte nur ein Punkt gewonnen werden!

So war das oberste Gebot, stabil zu stehen und das gefährliche Konterspiel des PSV nicht zu zulassen. Gestärkt durch die erfolgreichen Spiele der letzten Zeit und dem verdienten Derbysieg gegen Tiengen, war die Erwartungshaltung innerhalb des Teams ebenfalls hoch. Mit Respekt auf beiden Seiten begann die Partie und jeder der beiden Mannschaften versuchte Fehler zu vermeiden.

Einer der ersten, führte jedoch gleich zur Führung des PSV. Ein unnötiger Ballverlust in der Hälfte des PSV, eine Abwehrkette des ASV die nicht nur viel zu hoch stand, sondern im Umschalten zu langsam agierte, konnte den Konter nicht unterbinden und Mario Rombach im Tor die Führung des PSV nicht verhindern (13. Spielminute).

Der Treffer zeigte Wirkung, aber nicht wie erwartet. Statt dagegenzuhalten und das Tempo, sowie den Druck zu erhöhen, wirkte unser Team fahrig, defensiv unstabil, die Fehler im Abspiel erhöhten sich merklich und eine positive Körpersprache war nicht vorhanden. Langsam und schläfrig wirkte das Auftreten unseres ASV in dieser Phase.

Das 0:2 in der 37. Spielminute war eine Folge dieses uninspirierten Auftretens. Erneut ein gravierender Fehlpass, ein langer Ball des PSV und Abwehrspieler die statt einzugreifen, den Torschützen beim Treffer beobachteten. Jetzt musste man das Schlimmste befürchten. Doch nicht alles war schlecht, in diesen ersten 45. Spielminuten. Hatte man vorher schon gute Ansätze im Spiel nach vorne, konnte in der 39. Spielminute, einer dieser Angriffe endlich erfolgreich beendet werden.

Der einzige Lichtblick in der ersten Hälfte, Marco Hügle, wurde auf der rechten Seite toll angespielt, setzte sich durch und legte den Ball gekonnt in die Mitte zurück, Sebastian Pfahler nahm den Ball direkt, scheiterte am Torhüter, doch Silas Bärmann konnte den Abpraller zum 1:2 verwerten. Das Spiel war wieder offen, jedoch der ASV immer noch nicht richtig im Spiel. So ist es nicht zu erklären, wie ein PSV Spieler aus 25 Metern ohne jegliche Störung auf unser Tor schießen konnte und somit in der 42. Spielminute zum 1:3 erhöhte. Das dieser Ball unglücklich, und somit unhaltbar, abgefälscht wurde, ist nur eine Randnotiz wert, denn der Schuss hätte verhindert werden müssen. Der PSV hätte zur Halbzeit sogar höher führen können. Das Fehlen der langzeitverletzten Ralph Seliger, Fabian Ehret und Jonas Brugger, war nicht zu übersehen.

Mit mehr Engagement und dynamischeren Anlaufen des Gegners, begann der ASV Halbzeit 2. Nun war mehr Willen und Bereitschaft zu erkennen. Doch die Zeit lief davon. Während der PSV nur noch zu einem Torschuss kam, konnte unsere Mannschaft, die sich bietenden Chancen nicht erfolgreich abschließen. Als der Glaube an eine Wende immer geringer wurde, spielte der in Halbzeit 2 sehr agile Silas Bärmann, einen tollen Pass in den Lauf, des an diesem Tag überragenden ASV Spieler Marco Hügle, welcher in unnachahmlicher Art in den Strafraum eindrang und nur durch ein Foul gebremst werden konnte. Fabian Werz verkürzte den verhängten Strafstoß in bekannt souveräner Art (82. Spielminute).

Nun gab es kein Halten mehr. Direkt mit Wiederanspiel ging der ASV in den Balleroberungsmodus, stoppte den PSV kurz vor dem eigenen Strafraum, schaltete schnell über Georg Schächtele in die Kontersituation um, der mit einem feinen Pass wiederum Marco Hügle freispielte, welcher völlig uneigennützig, den Ball in die Mitte legte und Silas Bärmann zum vielumjubelten Ausgleich traf.

Nach Abpfiff des sehr guten Schiedsrichters, war die Meinung eindeutig, dieses Unentschieden fühlt sich wie ein Sieg an. Eine maximal durchschnittliche Leistung, bei der außer Marco Hügle und Silas Bärmann, kaum ein Spieler an seine Normalform herankam, wurde mit einem Punkt belohnt. Die enorme Laufleistung und Einsatzfreude von Sebastian Pfahler, sowie das große Bemühen um Struktur im Spiel des ASV durch Jonathan Schilling sind ebenfalls noch lobend zu erwähnen. Die Zuschauer sahen ein bis zum Schluss spannendes und abwechslungsreiches Spiel, in dem unser ASV zumindest viel Willen an den Tag legte.

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